Wer meint, dass Schriftsteller in Saus und Braus leben, eine ordentliche Menge Geld verdienen, teure Kleidung tragen, ein riesiges Heim haben und mit einem echt geilen Wagen unterwegs sind, der irrt sich gewaltig und lebt anscheinend in einer Scheinwelt. Es ist das Gegenteil der Fall. Schriftsteller verdienen fast nichts. Sie leben nicht vom Schreiben, sondern von einem gewöhnlichen Job wie Jeder andere auch. Und den Luxus, den sich diese Damen und Herren leisten, finanzieren sie sich mit ihrem normalen Beruf.
Das Schriftstellerdasein ist ein hartes Leben mit vielen Misserfolgen und Rückschlägen, mit mühsamen Verlagssuchen, Lesungen die wenig bis kaum Geld bringen, Bücher die sich schlecht verkaufen und zu guter letzt die illegalen Kopien im Internet, die den Autoren zwar ein wenig Ruhm bringen, aber ihnen auch einen enormen finanziellen Schaden zufügen.
Man kann demnach zu Recht sagen, dass Schriftsteller nach Strich und Faden verarscht werden. Ihre Werke werden kopiert, es gibt kaum Förderungen, die allesamt lächerlich niedrig sind und leider auch Verlage, die die Schreiberlinge abzocken. Und letzteres wird immer mehr.
Nur was macht Vaterstaat? Abgesehen von wenigen, mickrigen Literaturpreisvergaben und einigen Parteipolitischmotiviertenförderungen für die eigenen Leute, rein gar nichts. Auf Schriftsteller, die immerhin einen großen und wichtigen Beitrag zur heimischen Kultur liefern, wird geschissen. Es ist eine Schande!
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