Samstag, 25. Februar 2012

Die Entscheidung ist gefallen


Gestern wurde der österreichische Starter für den Euro Vision Song Contest gewählt. Es wurden die Trackshittaz, die zusammen mit Conchita Wurst als Favoriten galten.

Ich denke, dass dies die beste Wahl war. Zum einen gab es sowieso keine Alternative, da die Auswahl an Kandidaten extrem schwach war, und zum anderen ist es egal, wer hinfährt. Der Song Contest ist nicht mehr das was er einmal war. Es kommt leider nicht mehr auf die Musik an. Sondern vielmehr auf die Bühnenshow.

Aber auch die Herkunft spielt eine Rolle. Dadurch, dass die Punkte in den jeweiligen Regionen bleiben, spielt es kaum noch eine Rolle, wen wir zu diesem Bewerb schicken.

Weiters ist der Name Euro Vision Song Contest falsch. Seit wann ist Aserbaidschan Teil von Europa? Oder Israel?

Aber egal, freuen wir uns auf einen netten Bewerb und genießen wir doch die vielen unterschiedlichen Beiträge. Und: Die Entscheidung über den Sieg brauchen wir uns nicht ansehen. Da können wir den Fernseher ausschalten.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Kunst und Kultur sind die Identität


Ich bin ein Kunstbegeisterter Mensch, der gerne ins Theater oder in eine Galerie geht, sowie auch gerne ein Buch liest. Mich faszinieren gute Gemälde und Belletristik jeder Art, sei es Lyrik, Dramatik oder auch ein Prosatext. Für mich ist dies nicht nur eine Ausdrucksform, die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft widerspiegelt, sondern auch etwas Sinnliches, dass verzaubern kann und somit das Leben verschönert.

Ich sehe in der Kunst mehr als nur ein Gemälde oder ein Buch oder sonst etwas, was, leider, eine Vielzahl an Menschen als langweilig und fad empfindet. Es ist auch Unterhaltung, die uns in fremde Welten führen kann. Damit meine ich nicht nur die bunten Welten, wie in Fabeln, Märchen oder wie in Romanen der Genres Fantasy und Science-Fiction. Auch ein Gemälde der abstrakten Kunst kann uns in andere Welten führen, die uns fantastisch oder auch womöglich seltsam vorkommen.

Für mich ist Kunst das Leben. Nicht nur, weil es wie ein Spiegel sein kann, der uns Probleme aufzeigt, sondern weil es etwas Inspirierendes an sich hat, das den Geist fördert und einen auf neue Gedanken bringen kann. Man muss sich ihr nur hingeben.

Jedoch findet Kunst kaum Beachtung. Ich würde auf keinen Fall sagen, mehr als früher, denn auch in vergangenen Jahren widerfuhr Kunstschaffenden Sehrwohl Verachtung und Ablehnung. Teilweise sogar auf dieselbe Art wie heute. Wenn nicht sogar schlimmer.

Zwar wurde früher vielleicht mehr gelesen, doch vor hundert Jahren beispielsweise, gab es das Fernsehen noch nicht. Auch das Radio existierte nicht. Dennoch war Literatur, nicht nur weil das Lesen den oberen Klassen vorbehalten war, nicht immer das um und auf. Es war nicht immer beliebt.

Dennoch, so kommt es mir vor, sinken die Beliebtheit und das Interesse an Kunst. Ich kann nicht sagen woran dies liegt, doch leider ist dies so und er gehört dringend dem entgegengewirkt. Denn immerhin ist Kunst die Identität jeden Landes. Ohne Kunst und Kultur ist ein Staat nichts.

Sonntag, 19. Februar 2012

Der Eurovision Song Contest gehört reformiert


Es dauert nicht mehr lange, dann geht die Vorauswahl zum Eurovision Song Contest los. Diese steht unter dem Motto „Österreich rockt den Song Contest“. Zwar klingt dies ganz nett, aber was soll das bringen. Noch kenne ich weder die Bewerber noch deren Lieder, aber eins weis ich: Es ist komplett unnötig.

Meine destruktive Haltung zum Song Contest liegt nicht daran, dass ich diesen ablehne. Ganz im Gegenteil, ich halte diesen Bewerb für eine großartige Idee. Doch leider ist der Euro Vision Song Contest herunter gewirtschaftet.

Erstens fließt zu viel Bühnenshow in die Entscheidung mit ein. Es sollte um die Musik gehen und nicht darum, welcher Bewerber die besseren Tänzer hat. Immerhin ist es ein Song Contest und keine Tanzshow.

Weiters stört mich das Abstimmungsverhalten einiger Länder. Die Punkte bleiben in der eigenen Region. Die Balkanstaaten puschen sich gegenseitig. Genauso ist es auch in Skandinavien, im Baltikum und anderen Regionen Europas.

Deshalb lehne ich den Euro Vision Song Contest in seiner derzeitigen Form ab. Erst wenn sich etwas ändert, könnte sich am Niveau dieses Bewerbes wieder etwas zum Besseren verändern. Um dies zu bewerkstelligen, sollten nur Musiker auf der Bühne stehen. Keine Tänzer oder dergleichen. Außerdem sollten die Zuschauer nicht erfahren, wer für welches Land antritt. Drittens sei auch zu überlegen, ob an der Punktevergabe etwas zu verbessern sei. Möglicherweise eine Kombination aus Jury und Publikum.

Eins sei jedenfalls noch Mal festgehalten: So wie es jetzt beim Song Contest abläuft, kann und darf es nicht weiter gehen. Es ist nur mehr eine Farce, die die Chancen von guten und talentierten MusikerInnen zerstört und diese rein gar nicht fördert.

Samstag, 18. Februar 2012

Das Wiener Derby ist ein Stück Wiener Kultur


Heute geht das 300. Wiener Derby über die Bühne. Es ist nicht nur ein Höhepunkt der heimischen Fußballbundesliga, sondern eine traditionsreiche Veranstaltung, die schon viele Höhen und Tiefen hatte. Angefangen von Hartumkämpftenpartien, Kantersiegen einer den beiden Mannschaften, schlechten und langweiligen Matches bis hin zu Spielabbrüchen. Trotz all der vielen guten und schlechten Tagen des Wiener Derbys, steht zumindest eins Fest: Es ist auch ein Stück Wiener Kultur.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Die Kaffeehauskultur lebt


Kunst und Kultur bekommen in Österreich nur wenig Aufmerksamkeit. Teilweise muss man sagen, dass davon sogar nichts zu sehen ist. Speziell davon betroffen sind die Literatur und bildende Künste, sowie in einzelnen Fällen auch die darstellende Kunst. Von den Förderungen brauchen wir gar nicht erst sprechen, denn die sind, abgesehen für Film und Fernsehen, mickrig.

Aber es gibt auch Ausnahmen. Es gibt kulturelle Bereiche, die bekommen die notwendige und verdiente Aufmerksamkeit und benötigen daher kaum bis keine Förderungen. Das ist gut und freut mich.

Dies, was ich meine, ist die Kaffeehauskultur. Zwar gibt es die alten, traditionsreichen Kaffeehäuser nicht mehr in der Fülle, wie noch vor Hundertjahren, aber es gibt neue Cafes. Eingerichtet in einem neuen Stil. Das sehe ich nicht als Schlecht an, sondern als eine positive Entwicklung. Wie auch die Technik, entwickelt sich auch die Kultur weiter. Dies bewerte ich keines Falls als Negativ, sondern als ein Muss.

So wie in jedem Bereich, bedeutet Stillstand einen Rückschritt. Es muss immer vorwärts gehen, denn sonst kann nichts Neues nachkommen. Und das würde uns nur bedrücken, sowie unsere geistige Leistungsfähigkeit stark einschränken.

Sonntag, 12. Februar 2012

Die anspruchslose Literatur des Paulo Coelho


Kürzlich habe ich nach langer Zeit wieder ein Buch von Paulo Coelho gelesen. Es war furchtbar und ich frage mich, wieso dieser Mann so erfolgreich ist. Sein Stil ist miserabel und erzählen kann er auch nicht. Seine Werke sind einschläfern und nicht spannend. Dennoch sind seine Bücher in über sechzig Sprachen erhältlich und wurde weltweit insgesamt über 75 Millionen Mal verkauft.

Andere, darunter Autoren, die tausendmal besser sind, schaffen das nicht. Aber wieso? Weshalb hat so ein Amateur derart viel Erfolg und ein Schriftsteller, der gute, spannende und hochwertige Belletristik verfasst, verdient einen Scheiß?

Es muss wohl daran liegen, dass sich die Mehrzahl der Menschen mit schlechter Literatur zufrieden geben.

Samstag, 11. Februar 2012

Die Literaturolympiade


Da die Literatur nur spärlich gefördert wird und es für SchriftstellerInnen und DichterInnen schwer ist, sich einen Namen zu machen, sowie beinah unmöglich vom Schreiben zu leben, muss es eine neu Art der Förderung geben. Vor allem ist es für Schreiberlinge sehr schwer außerhalb der eigenen Region und des eigenen Landes Ruhm zu ernten. Trotz des Internets ist dies nicht einfacher geworden, da die Texte von Literaten selten gesucht werden und nur gefunden werden, wenn man den Namen des Verfassers sucht.

Deshalb schlage ich eine Förderung vor, die Teilweise neu ist. Dennoch beruht diese auf den bestehenden Formen und greift zurück auf den Sport. Was ich meine, ist eine Olympiade der Literatur. Da es nicht nur organisatorisch schwer ist, sondern auch kaum möglich ist das Publikum für ein weltweites Turnier der Literatur zu begeistern, wäre diese nur auf den deutschsprachigen Raum beschränkt. Also eine Literaturolympiade der deutschen Sprache.

Meiner Idee zufolge würde es Bewerbe in Poetry Slam, Gedichte, Balladen, Kurzgeschichten, Märchen/Fabeln, Satire, Dramatik und Erzählung/Novelle geben. Dieses Turnier hätte als Veranstalter die drei wichtigsten Länder der deutschen Sprache, Deutschland, Österreich und die Schweiz, und diese Olympiade sollte dann alle zwei Jahre in einer anderen Stadt und Land stattfinden. Die Texte, wie gesagt, müssten in Deutsch verfasst sein. Allerdings dürfen die Teilnehmer auch aus anderen Staaten kommen.

Bei Poetry Slam gäbe es fünf Bewerbe. Je ein Damen und Herren Einzel, sowie je ein Damen und Herren Doppel. Außerdem ein Gemischtes Doppel, bei dem eine Frau und ein Mann gemeinsam antreten. Eine Jury würde dann in jedem Bewerb die besten Fünf wählen.

Bei vielen Teilnehmern, wozu es im Laufe der Zeit kommen könnte und auch sollte, würde es erst ein Gruppen- und dann ein Finalturnier geben. Die Einteilung für diese Gruppen erfolgt durch eine Losung. Weiters halte ich es für wichtig, dass die besten Drei jedes Vorjahrsbewerbs, in diesem gleich für das Finale gesetzt sind. Ausgenommen diese treten nicht erneut an.

Die restlichen Bewerbe (je ein Damen und Herren Einzel) werden nicht durch einen Vortrag entschieden. Hier sollte es nur um den Text gehen. Daher, mein Vorschlag, sollte es hier für jeden Bewerb ein eigenes Thema geben, welches von einer Kommission erst ausgesucht und dann veröffentlicht werden. Dies könnte Beispielsweise im Internet, in Zeitungen und in Zeitschriften der Fall sein.

Der Einsendeschluss wäre dann sechs bis vier Monate vor der Olympiade. In dieser Zeit wählt eine Jury die besten fünf Bewerber. Diese stellen dann ihre Texte bei der Olympiade vor und werden bei einer Gala ausgezeichnet.

Meines Erachtens sollten die jeweils besten Fünf eine Urkunde und die besten Drei eine Medaille erhalten. Wie beim Sport wären diese Gold, Silber und Bronze. Außerdem sollte es auch Geldpreise geben.

Weiters sollte es, zumindest in späterer Folge, auch Ehrenpreise geben. Diese in beliebiger Anzahl vergebenen Preise sollten Menschen ehren, die besondere Dienste für die Literatur oder für die Literaturolympiade geleistet haben. Ausgezeichnet werden diese mit einer Urkunde und einer kristallenen Medaille.

Zu guter letzt noch die Ziele: Durch eine derartige Olympiade könnten auf internationaler Ebene SchrifstellerInnen gefördert werden, sowie deren Bekanntheitsgrad erhöht werden. Das heißt, dass Literaten durch diese Veranstaltung weitere Erfolge verbuchen können, in dem sich die Verkaufszahlen ihrer Bücher erhöhen und das Interesse an deren Lesungen steigt. Weiters könnte dies Olympiade Vorbild für weitere Olympiaden sein und dazu führen, dass es in Zukunft welche für andere Sprachen gibt. Also Literaturolympiaden in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Arabisch und so weiter.

Jedenfalls, dies steht jetzt schon fest, es wäre weltweit das erste dieser Art und womöglich etwas Wegweisendes. Deshalb sollten wir diese Chance keines Falls verpassen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Über die schlechte Behandlung der Schriftsteller


Wer meint, dass Schriftsteller in Saus und Braus leben, eine ordentliche Menge Geld verdienen, teure Kleidung tragen, ein riesiges Heim haben und mit einem echt geilen Wagen unterwegs sind, der irrt sich gewaltig und lebt anscheinend in einer Scheinwelt. Es ist das Gegenteil der Fall. Schriftsteller verdienen fast nichts. Sie leben nicht vom Schreiben, sondern von einem gewöhnlichen Job wie Jeder andere auch. Und den Luxus, den sich diese Damen und Herren leisten, finanzieren sie sich mit ihrem normalen Beruf.

Das Schriftstellerdasein ist ein hartes Leben mit vielen Misserfolgen und Rückschlägen, mit mühsamen Verlagssuchen, Lesungen die wenig bis kaum Geld bringen, Bücher die sich schlecht verkaufen und zu guter letzt die illegalen Kopien im Internet, die den Autoren zwar ein wenig Ruhm bringen, aber ihnen auch einen enormen finanziellen Schaden zufügen.

Man kann demnach zu Recht sagen, dass Schriftsteller nach Strich und Faden verarscht werden. Ihre Werke werden kopiert, es gibt kaum Förderungen, die allesamt lächerlich niedrig sind und leider auch Verlage, die die Schreiberlinge abzocken. Und letzteres wird immer mehr.

Nur was macht Vaterstaat? Abgesehen von wenigen, mickrigen Literaturpreisvergaben und einigen Parteipolitischmotiviertenförderungen für die eigenen Leute, rein gar nichts. Auf Schriftsteller, die immerhin einen großen und wichtigen Beitrag zur heimischen Kultur liefern, wird geschissen. Es ist eine Schande!

Samstag, 4. Februar 2012

Vom Aussterben der Literatur

Es ist traurig aber wahr, denn gute Literatur interessiert nur mehr die Wenigsten und diese Gruppe, diese kleine Gruppe, schrumpft immer mehr. Und manchmal frage ich mich: Gibt es sie noch?

Glücklicherweise gibt es noch genug Menschen, die gerne lesen. Auch von denen, die sich für gute und hochwertige Literatur begeistern können, gibt es noch eine annehmbare Anzahl.

Dennoch ist sie am Schwinden, da die Dummheit sich ausbreitet. Man schaut lieber fern. Jedoch was sie sehen, schockiert mich. Immer mehr an Beliebtheit erfreuen sich Sendungen wie Austrias next Topmodel, Saturday Night Fever und ähnliches. Aber für gute, anständige und bildende Literatur, schwindet das Interesse und kaum einer will sich dafür Zeit nehmen.

Aber wieso? Ist den Menschen der eigene Verstand so egal? Interessiert es sie nicht, dass sie und ihre Umgebung immer dümmer werden?

Keine Ahnung, kann ich nur sagen. Ich weis es nicht, weshalb sich so viele Menschen Fernsehsendungen ansehen, die weit weg von anspruchsvoller Unterhaltung sind. Möglicherweise liegt es an der Faulheit. Es ist eben für die Mehrzahl deutlich einfacher sich eine sinnlose Sendung im Fernsehen an zu sehen, als ein gutes und spannendes Buch zu lesen.

Wohin dies führen wird, will ich gar nicht mutmaßen. Ich will es auch gar nicht wissen, denn das Jetzt ist schon schlimm genug. Man kann nur hoffen, dass durch einen Zufall, eine Besserung einsetzt. Aber dies ist leider sehr unwahrscheinlich und wohl nur ein Hirngespenst.