Sonntag, 29. Juli 2012

Der Wert von Kunst


Hin und wieder frage ich mich, ob Kunst noch einen Wert hat. Ob es noch Leute gibt, und vor allem noch wie viele, die in Kunst, aber auch in Kultur, noch einen Wert sehen und sich hierfür interessieren.

Jedoch muss man sich andere Fragen stellen. Man muss ergründen, ob und wie sehr Kunst einen Wert hatte. Stand es jemals besser mit Schauspiel, Literatur, Malerei und Co? Gab es diese Zeit, oder ist dies bloß ein jämmerlicher Vorwurf von Künstlern, die sich nicht damit abfinden können, das ihr Tun, Wirken und Schaffen zu Lebzeiten niemals die Anerkennung finden wird, die es ihrer Ansicht nach verdient? Kann es das sein?

Ich denke, dass es die Kunst schon immer schwer hatte. Abgesehen von einer kleinen Elite, die schon vor dem Ableben Erfolg hatten, wurden Künstler nie wirklich gewürdigt. Und so wie es schon in vergangenen Tagen war, wird es auch in der Zukunft sein.

Samstag, 28. Juli 2012

Literaten sind die einzigwahren Helden!


Zähl doch Mal zwanzig österreichische Schriftsteller auf! Ich kann es nicht. Und ich bin ein Mensch, der gerne und viel liest. Ich komm vielleicht auf sieben oder acht Literaten aus Österreich, wenn ich es tatsächlich versuchen würde die heimischen Schriftsteller und Dichter auf zu zählen. Mehr nicht. Allerdings kenn ich von anderen Ländern deutlich mehr. Und die Ausrede, dass die betreffenden Länder größer sind und mehr Einwohner haben, zählt da nicht. Diese Tatsache, dass niemand in Österreich zwanzig heimische Schriftsteller aufzählen kann, liegt vor allem daran, dass hier die Literaten zu wenig gefördert werden. Stattdessen schiebt man das Geld Freunden in den Arsch. Und in den ORF, der wenn dieser ein privatrechtliches Unternehmen wäre, schon längst in Konkurs gegangen wäre. Aber für Schriftsteller, Dichter und Dramatiker ist kaum bis gar kein Geld vorhanden. Das sollte sich langsam ein Mal ändern. Immerhin sind es Literaten, die wirklich die Unsterblichkeit erlangen. Also zeigen wir Ihnen unsere Ehrerbietung und unseren Dank für ihre großartigen Schriften. Fördert und ehrt sie!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Das Internet kastriert die Sprache


LOL, BB, AFK, FYI, GG, GJ, IRL und Co beherrscht unsere Sprache im Netz. Aber nicht nur da. Mittlerweile auch schon im realen Leben. Bei Konversationen von Angesicht zu Angesicht. Und es wird immer mehr. Nicht nur, dass wir keine ganzen Wörter mehr benützen, es entfällt auch noch jegliche Grammatik, Rechtschreibung und leider auch zum Teil die Satzstellung.

Das ganze ist peinlich und ist für jegliche Sprache, egal ob Deutsch, Englisch und andere, nichts weiter als eine Kastration der Sprache. Die letzten Tausend Jahre entwickelte sich die Sprache weiter. Aber seit dem Aufkommen des Internets stumpft sie weiter ab. Wir stießen unserer eigenen Sprache einen Pfahl in die Brust und bohren diesen jeden Tag weiter hinein. Hin und wieder drehen wir diesen um den Todeskampf unserer Kommunikationsmethode qualvoller zu machen.

Samstag, 21. Juli 2012

Lesen


Während alle vor der Glotze hocken, sitze ich irgendwo gemütlich herum und lese ein Buch. Mir ist es egal, an welchen Ort ich mich mit einem guten Roman befasse. Sei es zu Hause, in einem Cafe oder in einem öffentlichen Verkehrsmittel. Ich lese so ziemlich an jedem erdenklichen Ort gerne. Sofern ich genug Licht habe.

Mir ist schon vor langer Zeit aufgefallen, dass nur noch wenige Menschen regelmäßig lesen und ein noch kleinerer Teil, dies als Hobby bezeichnet. Jedes Mal, wenn mich eine Person nach meinen Freizeitbeschäftigungen befragt und ich dann Lesen angebe, werde ich von ein jedem gefragt: „Lesen? Echt? Wow. Das finde ich super!“

Jetzt Mal ehrlich. Wie kann man lesen nicht mögen? Was ist schöner als einen spannenden Roman zu lesen? All die Phantasie, die man dabei einsetzt. Das hat man beim Fernsehen nicht. Da schaut man nur wie ein Idiot auf einen Bildschirm und bekommt ein Bild vorgegeben. Man hat dabei nicht zu denken. Das passt da auch nicht her.

Aber beim Lesen ist dies nicht so. Da hat man den Text und stellt sich im Kopf alles Bildlich vor. Man malt sich selbst aus, wie eine Szene ausschaut. In einem Roman hat man seine Vorgaben, aber man hat dennoch genug Freiheit für seine eigene Kreativität. Und dies, die man bei dieser aussterbenden Freizeitbeschäftigung hat, liebe ich so sehr. Deshalb verstehe ich nicht, weshalb nur so wenige Menschen gerne lesen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Zwei Legenden der Musik haben uns verlassen


Gestern sind zwei große Legenden der Musikgeschichte gestorben. Die Rede ist von Jon Lord und Bob Babbitt. Beide erlagen ihrem Krebsleiden.

Bob Babbitt, geboren 1944, gehörte von 1967 bis zur Auflösung im Jahr 1972 den Funk Brothers an. Als Bassist der Band machte er sich nicht nur im Genre des Funk einen Namens, sondern hinterließ bleibende Spuren in der Musikgeschichte. Gestern verstarb Babbitt an dem Gehirntumor, welcher letztes Jahr bei ihm diagnostiziert wurde.

Jon Lord, geboren am neunten Juni 1941, gehörte von 1968, also von beginn an, bis 2002 Deep Purple als Keyboarder an. Gestern verstarb er nach einem langen Kampf seinem Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden. Lord wurde 71 Jahre alt.