Im T.C. Boyles Roman „America“, erstveröffentlicht 1995,
treffen zwei Welten aufeinander. Zum einen die des armen aus Mexiko stammenden
Candido und zum anderen des Vorstadtbewohners Delaney.
Candido, der mit seiner schwangeren Frau America illegal in
die Vereinigten Staaten kam, trifft ganz unvorhergesehen auf einen Amerikaner.
Er war gerade auf dem Weg zur Arbeitsvermittlung um dort einen Eintagsjob für
drei Dollar die Stunde zu ergattern, als Delaney ihn versehentlich mit dem Auto
anfährt. Anstatt den Mexikaner zu einem Arzt zu bringen, was dieser selbst
ablehnt, steckt ihm Delaney zwanzig Dollar zu und lässt diesen zurück.
Von da an nimmt die Geschichte seinen Lauf. Boyle beschreibt
zum einen das harte Leben von illegalen Einwanderern, die nur mit viel Glück
einen mies bezahlten Job bekommen. Auf der anderen Seite stehen Delaney und
eine kleine Vorstadtsiedlung bei Los Angeles, wo aus einer Mücke ein Elefant
gemacht wird.
T.C. Boyle beschreibt auf eine eindrucksvolle Art und Weise,
wie verschieden das Leben der Menschen in derselben Gegend sein kann. Hart,
unfair und voller Leid bei den einen sowie Wohlstand und unbedeutende Probleme
bei den anderen. Es ist ein lesenswertes Buch, welches einem nicht so schnell
aus dem Kopf geht.
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