Montag, 26. November 2012

Drei großartige Schriftsteller



Es gibt und gab viele große Schriftsteller. Aus allen Ländern stammen sie. Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, England, USA und so weiter. Drei von ihnen sind John Steinbeck, Thomas Mann und Hunter S. Thompson.

John Steinbeck
John Ernest Steinbeck wurde am 27. Februar 1902 in Salinas, Kalifornien, USA als Sohn eines Deutschen Mühlenbetriebsleiter und einer irischstämmigen Lehrerin geboren. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts.

Steinbeck interessierte sich schon früh für Literatur und schrieb auch schon in seiner Kindheit Kurzgeschichten. Ab 1919 begann er sein Studium in Englischer Literatur, Geschichte und Journalismus an der Stanford University. In den Semesterferien arbeitete er auf Farmen, Baustellen und in Fabriken. 1924 verließ Steinbeck Stanford ohne Abschluss.

Ein Jahr später ging er für kurze Zeit als Journalist nach New York. 1929 erschien sein erster Roman „Cup of Gold“ (dt.: Eine Handvoll Gold). Im Jahr darauf heiratete er Carol Henning, welche er allerdings Anfang der 40er wieder verließ.

1935 schaffte er mit seinem Werk Tortilla Flat seinen ersten großen Erfolg. Ein Jahr später bekam er von der San Francisco Newes einen Auftrag über eine Artikelserie über Wanderarbeiter aus Oklahoma. Auf diesen Erfahrungen beruhend veröffentlichte er zwei Jahre danach die Novelle „Von Mäusen und Menschen“ und 1939 den Roman „Früchte des Zorns“, für welchen er 1940 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde.

Von Juni bis Oktober 1943 war er als Kriegsberichterstatter tätig. 1950 heiratete er die Texanerin Elaine Anderson Scott. Vier Jahre später erlitt er während einer Reiße durch Europa einen leichten Schlaganfall. In den 60er Jahren wurde sein Gesundheitszustand immer schlechter, bis er am 20. Dezember 1968 in New York an einem Herzversagen starb.

Sechs Jahre zuvor erhielt er 1962 den Nobelpreis für Literatur.

Thomas Mann
Paul Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck als Sohn des Kaufmanns Thomas Johann Heinrich Mann und Julia da Silva Mann geboren. Er gilt als einer der größten deutschen Schriftsteller.

Thomas Mann hatte vier Geschwister. Sein älteren Bruder, Luiz Heinrich Mann war ebenfalls Schriftsteller. Der zweite Bruder von ihm war der um fünfzehn Jahre jüngere Karl Viktor Mann, der nicht als Schriftsteller tätig war. Seine beiden Schwestern, Julia Elisabeth Therese Löhr-Mann und Carla Auguste Olga Maria Mann, begingen beide Selbstmord.

Im Jahre 1891 starb sein Vater, der im Testament verfügt, dass sein Erbe verkauft und angelegt wird. An das Geld sollte Thomas Mann und seine Geschwister erst mit 21 Jahren heran kommen. Drei Jahre später bricht er die Schule ab und zieht nach München. Im selben Jahr veröffentlicht er seine erste Novelle in einer Zeitschrift.

Zwei Jahre später wird  er 21 und erhält monatlich 180 Goldmark aus dem Vermögen seines Vaters, was ihm ein Leben als freier Schriftsteller ermöglicht. 1900 wird er zum Wehrdienst eingezogen, allerdings wird er schon nach drei Monaten wieder wegen Untauglichkeit entlassen. Ein Jahr später veröffentlicht er dann sein erstes Buch (Budenbrooks), welches ihn sehr bekannt macht.

1904 lernte er Katharina Pringsheim kennen, welche nur Katia genannt wird und heiratet diese am 11.2.1905. Aus dieser Ehe gehen alle seine sechs Kinder, Erika, Klaus, Golo, Monika, Elisabeth und Michael, hervor. Alle von ihnen, außer Michael, waren Schriftsteller. Von seinen sechs Kindern begingen zwei Selbstmord, Klaus und Michael.

Im Jahre 1912 erkrankte Katia Mann an Tuberkulose und wurde in ein Sanatorium eingeliefert, wo sie von ihrem Mann besucht wurde. Thomas Mann war von der Atmosphäre angetan, sodass er durch diesen Ort zu seinem Roman „Der Zauberberg“ inspiriert wurde, welcher allerdings erst 1924 erschien.

Nachdem ersten Weltkrieg und der aus dem hervorgegangene Antisemitismus, vor allem durch die NSDAP, beschloss er 1922 in die liberale Partei Deutsche Demokratische Partei einzutreten.

1929 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Vier Jahre später kam die Machtergreifung Hitlers und Thomas Mann emigrierte ins Ausland. Zuerst nach Frankreich und erhielt später die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft, dass ihn selbst wunderte. Nach dem Anschluss Österreich an Deutschland im Jahre 1938 ging Thomas Mann mit seiner Familie in die USA, wo er während des zweiten Weltkrieges die Radiosendung „deutsche Hörer“ moderierte, welche in den Staaten aufgenommen und von England aus nach Deutschland übertragen wurde.

Erst 1952 kehrte Thomas Mann nach Europa zurück und lebte bis zu seinem Tod am 12. August 1955 in der Schweiz.

Zu seinen wichtigsten Werken zählen unteranderen:
  • Buddenbrooks
  • Königliche Hoheit
  • Der Zauberberg
  • Lotte in Weimar

Hunter S. Thompson
Hunter S. Thompson, Schriftsteller und Journalist, war einer der größten Ikonen der Hippie-Bewegung. In zwei Monaten ist nun sein vierter Todestag, doch er ist weiterhin unvergesslich. Als einer der bekanntesten Vertreter des New Journalism neben Tom Wolfe, gehörte Thompson zu den wichtigsten Journalisten des zwanzigsten Jahrhunderts.

Hunter Stockton Thompson wurde am 18. Juli 1937 in Louisville, Kentucky geboren. Nachdem er aus dem Armeedienst ausschied, begann er ende der 50er Jahre als Sportjournalist zu arbeiten. Später war Thompson als Südamerika-Korrespondent in Peru, Kolumbien und Brasilien unterwegs. Ende der 60er gehörte er zu den ersten Autoren des Rolling Stone Magazins und widmete sich ab den 70er Jahren verstärkt der Politik zu.

Thompsons erstes Buch, „Hell`s Angels“, erschien 1967 und beschäftigte sich als erster mit den Motorradgangs Kaliforniens, in dem er ein Jahrlang mit den Hells Angels unterwegs war.

Weitere seiner Werke sind unter anderem:
·        Fear and Loathing in Las Vegas (1971)
·        Better than Sex (1995)
·        The Rum Diary. A Novel (1999; geschrieben 1959)
·        Kingdom of Fear (2003)

Hunter S. Thompson entschied sich am 20. Februar 2005 für einen Freitod, in dem er sich selbst erschoss. In seinem Abschiedsbrief an seine Frau schrieb er Folgendes:
„Die Footballsaison ist vorbei
Keine Spiele mehr. Keine Bomben mehr. Kein Laufen mehr. Kein Spaß mehr. Kein Schwimmen mehr. 67. Das ist 17 Jahre nach 50. 17 mehr als ich brauchte oder wollte. Langweilig. Ich bin nur noch gehässig. Kein Spaß - für niemanden. 67. Du wirst gierig. Benimm dich deinem hohen Alter entsprechend. Entspann' dich - es wird nicht wehtun.“

Dem Wunsch Thompsons zu Folge wurde seine Asche per Rakete in alle Winde zerstreut. Als Kanonier betätigte sich sein langjähriger Freund Johnny Depp, der von Thompson immer nur als „Colonel“ bezeichnet wurde. Zusätzlich verfügte er, dass die Gäste auf seiner Trauerfeier mit Gummipuppen tanzen sollten.

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