Wer meint, dass Schriftsteller in
Saus und Braus leben, eine ordentliche Menge Geld verdienen, teure Kleidung
tragen, ein riesiges Heim haben und mit einem echt geilen Wagen unterwegs sind,
der irrt sich gewaltig und lebt anscheinend in einer Scheinwelt. Es ist das Gegenteil
der Fall. Schriftsteller verdienen fast nichts. Sie leben nicht vom Schreiben,
sondern von einem gewöhnlichen Job wie Jeder andere auch. Und den Luxus, den
sich diese Damen und Herren leisten, finanzieren sie sich mit ihrem normalen
Beruf.
Das Schriftstellerdasein ist ein
hartes Leben mit vielen Misserfolgen und Rückschlägen, mit mühsamen
Verlagssuchen, Lesungen die wenig bis kaum Geld bringen, Bücher die sich
schlecht verkaufen und zu guter letzt die illegalen Kopien im Internet, die den
Autoren zwar ein wenig Ruhm bringen, aber ihnen auch einen enormen finanziellen
Schaden zufügen.
Man kann demnach zu Recht sagen,
dass Schriftsteller nach Strich und Faden verarscht werden. Ihre Werke werden
kopiert, es gibt kaum Förderungen, die allesamt lächerlich niedrig sind und
leider auch Verlage, die die Schreiberlinge abzocken. Und letzteres wird immer
mehr.
Nur was macht Vaterstaat?
Abgesehen von wenigen, mickrigen Literaturpreisvergaben und einigen
Parteipolitischmotiviertenförderungen für die eigenen Leute, rein gar nichts.
Auf Schriftsteller, die immerhin einen großen und wichtigen Beitrag zur
heimischen Kultur liefern, wird geschissen. Es ist eine Schande!
Dabei sollte man meinen, dass der
Staat, aber auch die Gesellschaft, mehr Interesse an unseren Literaten haben
sollte. Denn die Großen der österreichischen Literatur, Arthur Schnitzler,
Stefan Zweig und Franz Kafka, sind weltweit bekannt.
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